Was zur Hölle ist ein Tempel?


Wenn Du nicht wirklich weißt, was ein Tempel ist, aber trotzdem neugierig bist…

Wenn Du Dich schwertust, Dir vorzustellen, wie ein Tempel aussehen könnte…

Wenn Du bei dem Wort TEMPEL Widerstand spürst…

Wenn Du Vorurteile hast, seit Du weißt, dass Sexualität eingeladen ist…

…dann ist dieser Artikel für Dich!





Stell Dir einen Ort vor, an dem sich Menschen versammeln, um die Heiligkeit des Lebens zu ehren.

Wir meditieren und tanzen.

Wir fühlen das Leben mit den höchsten Höhen und den tiefsten Tiefen.

Wir feiern und weinen.

Wir begegnen uns in Ritual und Spiel.

Wir sind absolut präsent und lösen uns gleichzeitig auf.

Wir erinnern uns.

Wir finden zurück zu der Natürlichkeit, Schönheit, Liebe und Ausrichtung, mit der wir geboren wurden.

Wir machen Liebe und Musik.

Wir sind zusammen in der Fülle des Lebens.

Wir sind.




WARUM DER NAME TEMPEL?


Einer meiner Lehrer, ein ehemaliger Rabbi, Ohad Pele, sagt dazu:


„Seit Tausenden von Jahren haben Menschen überall auf der Erde Gebäude und Denkmäler geschaffen- einige davon sehr beeindruck


end und raffiniert und einige sehr einfach und bescheiden- aber warum wir sie alle „Tempel“ oder „Schreine“ nennen, ist, weil sie alle als Kontaktstellen zwischen Menschen und dem Göttlichen dienen. Jeder Tempel auf der ganzen Welt, egal aus welcher Kultur oder Religion er gebaut wurde, war und ist immer ein Kontaktort zwischen diesen beiden Bereichen: dem menschlichen Bewusstsein und dem Göttlichen. Liebestempel sind das auch.“


Ein Tempel ist ein Ort der Heiligkeit, Intimität und Liebe.

ALLES ist willkommen und darf sein und gesehen werden.


Es ist ein Ort der tiefen Verbindung- zu sich selbst, zu anderen, zum Leben, zur Welt und zu Gott.



TEMPEL IST NICHT GLEICH PLAYPARTY


Der Hauptunterschied liegt in der Intention.

Bei einer Playparty geht es hauptsächlich um Spaß, Lust und Sex. Daran ist nichts verkehrt. Vor allem wenn es gewisse Guidelines gibt und Konsens ein Kernwert ist.


Dennoch ist es mir wichtig den Unterschied klar zu machen.

Ein Tempel ist mehr:


“…aber zu einem Tempel kommt man mit dem Wunsch, sein Herz für die Mysterien zu öffnen… In den Tempel der Liebe zu kommen bedeutet nicht automatisch, dass Du mit jemandem in Kontakt kommst und sich Deine Wünsche erfüllen. In einem Liebestempel ist auch Platz für Tränen, gebrochene Herzen und das heilige Gefühl, allein zu sein.“ (Ohad Pele)


Zum Tempel kommen wir in Demut,

bereit für alles, was sich zeigen mag,

bereit uns verletzlich zu zeigen,

bereit uns dem Fluss der Lebensenergie hinzugeben- wie auch immer er durch uns durchfließen mag.


Ganz nach dem Motto


Du bekommst nicht immer, was Du willst aber immer, was Du brauchst,


geschehen im Tempel oft magische Dinge, die uns sowohl zu unserem persönlichen Kern als auch in die Verbindung mit dem großen Ganzen bringen.


Es geht um Liebe, Authentizität, Heilung, Verehrung, Gebet, Verbindung, Mysterium, Eros, Lebenskraft….



MEINE PERSÖNLICHE BEZIEHUNG ZU TEMPELN


Als ich das erste Mal mit Tempeln in Berührung kam, hatte ich wirklich große Widerstände und meine Vorurteile, meine Erziehung und mein Gesellschaftsbild haben es mir schwer gemacht, die Schönheit der Tempelkultur wahrzunehmen.

Ich bin sehr dankbar für die Menschen, die mir die Hand gereicht haben und mir die Augen für die Tempel Magie geöffnet haben.


Ich kann jetzt sagen, dass die Tempel mir helfen, mich immer wieder und immer tiefer mit mir selbst auseinanderzusetzen, meine Kraft und Sexualität wieder zurück zu erobern und mich selbst vollständiger zu lieben. Immer mehr lerne ich, mich so zu zeigen, wie ich im Moment bin, ohne Urteil, Scham, Druck oder Agenda. Dadurch bin ich authentischer, offener und freier.


Für mich persönlich sind Tempel zutiefst heilend und nährend.


Ich empfinde diese Art von Tempel als Inseln voll authentischen Ausdruck menschlichen Seins.


Manifestiertes Utopia.


Freiheit.



STELL DIR VOR…


Lass mich mit Worten ein Bild für Dich zeichnen.

Von einem Tempel, in dem ich vor kurzem zu Tränen gerührt war:


Türkei. Ein Raum voller Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Erde. Es trifft sich Ost und West. Nord und Süd.


Einige sitzen und liegen im Kreis. Voll angezogen, in Wäsche, nackt. Spielt keine Rolle.


Es hat sich ergeben, dass einige ihre Musik teilen.


Eine Frau aus den Niederlanden singt das erste Mal ihre eigenen Songs vor anderen. Zart, nervös und gleichzeitig stark und echt.


Andere spielen auf der Gitarre Songs wie John Lennons „Imagine“ und alle singen mit.


Manche tanzen.


Andere Kuscheln. Zu zweit, zu dritt oder im Knäuel.


Insgesamt viele Körper und viel Kontakt!


Jemand bekommt eine Ganzkörpermassage. Ja- GANZ Körper!


Wie wunderschön anzusehen!


Ein junger Mann aus dem Iran schnappt sich die Gitarre und fängt an ein persisches Lied zu singen.

Die einzig andere Person aus dem Iran, taucht aus einem sinnlichen Moment auf und stimmt mit ein.


Sie singt- nackt, auf Knien, gehalten von einer Schwester aus Deutschland, die Arme weit geöffnet.


Wie ein Gebet.


Ich verstehe den Text nicht, aber ich fühle: Trauer, Stolz, Leidenschaft… Freiheit.


Leben!


Irgendwo lassen auch ein paar Menschen dem Eros freien Lauf und haben Sex.


Unter den Gesang mischen sich Geräusche des Genusses und der Lust. Keiner nimmt besondere Notiz davon.


Alles mischt sich zu einer wunderbaren Tempel Symphonie.


Ich habe geweint.


Vor Freude. Vor Rührung. Vor Dankbarkeit.


Überwältigt von der Schönheit.


DAS IST TEMPEL MAGIE!


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